Kartoffelgratin selber machen

Die Kartoffel: Besonderheiten und Eigenschaften

Die Kartoffel ist eine Nutzpflanze und gehört zu der Pflanzengattung der Nachtschattengewächse. Die unter der Erde heranwachsende und im Anschluss geerntete Kartoffelknolle ist dann der essbare Teil der Pflanze. Diese Knolle ist seit jeher ein sehr beliebtes und äußerst begehrtes Nahrungsmittel. Besonders oft kommt es dabei in Deutschland auf den Tisch.

Die gelbe Knolle, welche zu jeder Jahreszeit geerntet und in unterschiedlichsten Formen, Größen, Kochtypen und Sorten erhältlich ist, überzeugt durch einen milden und cremigen Geschmack.

Diese Geschmackseigenschaft bedingt, dass die Kartoffelknolle bei allen Altersklassen, auch bereits im Kleinkindalter, ein beliebtes und gern gegessenes Nahrungsmittel ist.

Zudem hat die Kartoffel, aufgrund ihren hohen Stärkegehalts, den positiven Effekt, dass sie lange sättigt. Dabei weist sie einen nicht allzu hohen Kaloriengehalt auf und wird deshalb gerne anstatt kohlenhydratreicher Nudeln verzehrt.

Die große Besonderheit der Kartoffel liegt überdies darin, dass diese enorm variabel ist, wenn um die Art und Weise der Zubereitung geht. So kann die Knollen geschält, dann in Salzwasser gekocht und anschließend pur verzehrt werden. Aber auch die Weiterverarbeitung in Salaten oder Pürees ist beliebt. Somit ist die Kartoffel eine wichtige Grundlage bei der Zubereitung unserer Mahlzeiten und wird sowohl als Beilage als auch als Hauptgericht verarbeitet. Sie ist von unserem Essensplan kaum noch wegzudenken. Kein Wunder also, dass es zahlreiche Kochbücher und Rezepte, auch im Internet gibt, welche sich rund um das schmackhafte Zubereiten und die kreative, kulinarische Verarbeitung der Kartoffel drehen.

Das Kartoffelgratin: einfaches und unkompliziertes Basisrezept

Das Kartoffelgratin ist ein sehr beliebtes und gern gegessenes Gericht. Dieses zeichnet sich vorrangig durch die einfache und unkomplizierte Zubereitung aus. Es werden nur einige wenige Zutaten benötigt, welche man meist zu Hause vorrätig hat, um ein schnelles und sättigendes Gratin zu zaubern.

Zudem werden die Kartoffel roh verarbeitet, ein lästiges Vorkochen ist somit nicht nötigt. Dies führt wiederum zu einer Zeitersparnis, wenn zum Beispiel am Ende des Tages ein schnelles Abendessen gekocht werden soll. Die Kartoffel dient dabei als wichtigste Zutat, denn ohne Knolle gäbe es kein Kartoffelgratin.

Grundlegend werden für ein Kartoffelgratin meist Kartoffeln, Sahne, Milch, Butter und Gewürze benötigt. Für vier Personen werden dabei rund 800g Kartoffeln, 250 Milliliter Sahne, 250 Milliliter Milch, Salz, Pfeffer und Muskatnuss sowie etwas Butter benötigt. Der Ofen wird auf 200 Grad Umluft vorgeheizt. In der Zwischenzeit werden die Kartoffeln geschält und in dünne Scheiben geschnitten oder mit der Küchenreibe gerieben. Dann werden Sahne und Milch in einem Kochtopf, zusammen mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss, aufgekocht. Nun werden die rohen Kartoffelscheiben zur Sahne- Milch- Mischung gegeben und alle Zutaten gut miteinander gemischt. Das Kartoffelgratin kann nun in die gebutterte Auflaufform gegeben und in den Ofen gestellt werden. Nach 30 Minuten Garzeit ist das Gratin fertig.

Variationsmöglichkeiten für mehr Individualität

Das Basisrezept für das Kartoffelgratin ist ein leckeres Rezept, was schnell auf den Tisch gezaubert werden kann. Allerdings lässt sich dieses Grundrezept einfach und sehr individuell umgestalten, erweitern und neu kreieren. So kann ein völlig individuelles Kartoffelgratin nach eigenen Geschmacksvorlieben gekocht werden. Im Folgenden sollen einige Variationsmöglichkeiten benannt werden.

Das Kartoffelgratin lässt sich zum Beispiel unter Verwendung einiger Gartenkräuter und Gewürze besonders aufpeppen und erhält dadurch eine immer unterschiedliche Geschmacksnote. So kann zur Sahne- Milch- Mischung beispielsweise ein Esslöffel Petersilie oder auch Schnittlauch gemischt werden. Auch das Hinzufügen eines Esslöffels Zwiebelwürfel und Lauchzwiebelringe verleihe dem Gratin einen geschmacklichen Kick. Wer er würzig mag, der kann auch gerne auf die Knoblauchknolle zurückgreifen und entweder eine Knoblauchzehe in die Soße pressen oder die Auflaufform vor dem Befüllen mit einer Knoblauchzehe einreiben. Ebenso würzig wird das Gratin, wenn noch einige Speckwürfel hinzugefügt werden. Diese werden vorab in etwas Öl ausgelassen bzw. knusprig angebraten und dann zu den Kartoffelscheiben gegeben.

Wer es fettärmer mag, kann auch auf Kochschinken zurückgreifen. Fettärmer und kalorienärmer wird das Gratin im Übrigen auch, wenn es kleine Änderungen in der Soßenherstellung gibt. Die Sahne kann so zum Beispiel zur Hälfte durch fettärmere Kochsahne ersetzt werden, die Milch wiederum zu Hälfte durch frische Gemüsebrühe.

Individuell ist auch das Topping des Kartoffelgratins. Besonders lecker und cremig wird das Gratin, wenn dieses mit geriebenem Käse bestreut wird. Dafür eignen sich besonders milde Käsesorten, wie Gouda oder Edamer. Etwa 10 Minuten vor Ende des Garens sollte der geriebene Käse auf das Gratin gegeben werden, sodass dieser bis Ende der Garzeit geschmolzen ist.

Wer das Gratin nach Zugabe des Käses auf die obere Schiene des Backofens und den Ofen auf Oberhitze stellt, bewirkt, dass die Käseschicht nicht nur cremig ist, sondern schön knusprig bräunlich wird. Würze erhält das Gratin dann, wenn andere Käsesorten verwendet werden. So hat Emmentaler eine sehr leckere und würzige Note. Auch der Hartkäse Parmesan eignet sich super als Topping und zu Überbacken des Kartoffelgratins.

Kartoffelgratin heißt im Übrigen auch nicht gleich, dass nur Kartoffeln als Hauptzutat verwendet werden sollten. Interessant ist die Zubereitung, wenn etwa ein Drittel der Knolle durch weiteres Gemüse ersetzt wird. Dazu eignen sich beispielsweise Tomaten und Zucchini. Das Gemüse wird ebenso wie die Kartoffeln in Scheiben geschnitten und ersetzt somit einen Teil der Knolle. Die Zubereitung ist allerdings dieselbe.

Darüber hinaus eignet sich auch die Süßkartoffel hervorragend zur Zubereitung eines leckeren Kartoffelgratins. Diese gehört zu den Windengewächsen und ist aktuell ein sehr beliebtes Nahrungsmittel. Dabei zeichnet sich die Süßkartoffel durch einen süßen Geschmack aus. Das Kartoffelgratin mit Süßkartoffel wird dabei genauso, sprich mit gleicher Garzeit sowie gleicher Menge an Zutaten, hergestellt, wie ein traditionelles Kartoffelgratin.

Resümierend lässt sich zusammenfassen, dass das Kartoffelgratin seit jeher ein beliebter Allrounder und Klassiker unter den Rezepten ist. Es ist nach wie vor ein gern gegessenes Gericht.

Da es Kartoffeln das ganze Jahr über zu kaufen gibt, ist das Gratin auch nicht saisonal von einer Jahreszeit abhängig und kommt ganzjährig auf den Tisch.

Wer Individualität in der Küche liebt, der sollte sich ruhig einmal an der Umgestaltung und Variation eines Kartoffelgratins versuchen. Kräuter, Gewürze sowie weitere Zutaten können dabei beliebig hinzugefügt, weggelassen oder miteinander kombiniert werden. So wird aus dem Basisrezept des Gratins schnell eine individuelle und schmackhafte Eigenkreation. Das Kartoffelgratin vereint somit Tradition und Individualität in einem. Kein Wunder also, dass dieses Gericht nie langweilig wird und stets beliebt ist.